Eine lebendige Brücke des Glaubens zwischen Haltingen und Lima

19.03.2026 | Der Suppensonntag der Peru-Gruppe Weil-Haltingen lässt die tiefe Verbundenheit mit der Partnergemeinde in Lima lebendig werden

Die Peru-Gruppe Weil-Haltingen, seit diesem Jahr Teil der Pfarrei Neu Wiesental-Dreiländereck, blickt auf eine über 35-jährige lebendige Partnerschaft mit der peruanischen Pfarrei „El Niño Jesús“ in San Juan de Miraflores, Lima (Diözese Lurín) zurück. In dieser langjährigen Verbindung wird erfahrbar, was weltkirchliche Gemeinschaft bedeutet: Christinnen und Christen über Kontinente hinweg wissen sich im Glauben miteinander verbunden, lernen voneinander und tragen einander im Gebet wie im Alltag.

Diese Verbundenheit zeigt sich besonders in regelmäßig gefeierten Partnerschaftsgottesdiensten sowie in den Fürbitten, die sowohl in Haltingen als auch in Lima ihren festen Platz haben. Moderne Kommunikationsmittel wie Videoschaltungen und WhatsApp ermöglichen darüber hinaus einen unmittelbaren und persönlichen Austausch, der die Partnerschaft lebendig hält und vertieft – ein gegenseitiges Anteilnehmen an der Lebenswirklichkeit des jeweils anderen.

Ein besonderer Höhepunkt im Jahreskalender ist der traditionelle Suppensonntag. Am 8. März 2026 war der Kolpingsaal in Haltingen bis auf den letzten Platz gefüllt. In herzlicher Atmosphäre kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher zusammen, um Gemeinschaft zu erleben, miteinander ins Gespräch zu kommen und dabei Suppen aus aller Welt sowie Kaffee und Kuchen zu teilen. Der Tag stand ganz im Zeichen der Nächstenliebe – nicht nur im materiellen Sinn, sondern auch als Ausdruck gelebter Gemeinschaft und gegenseitiger Wertschätzung.

Der Erlös aus Spenden und Einnahmen darf sich sehen lassen: Rund 1600 Euro ermöglichen es der Peru-Gruppe, zwei wichtige Projekte in Lima zu unterstützen und so konkrete Hilfe für Bedürftige zu leisten. Zugleich wird deutlich, dass diese Unterstützung Teil einer größeren Verbundenheit ist – eines Miteinanders, das vom gemeinsamen Glauben getragen wird.

Ein Projekt widmet sich der Betreuung von Kindern und Jugendlichen aus schwierigen sozialen und finanziellen Verhältnissen. Ihnen wird Unterstützung bei den Hausaufgaben geboten, ihre Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen werden gefördert, und sie lernen zugleich die Bedeutung eines respektvollen und solidarischen Miteinanders – Werte, die auch im christlichen Glauben tief verwurzelt sind.

Das zweite Projekt ist ein in Peru einzigartiges Hörgeräteprojekt. Viele Menschen haben dort kaum Zugang zu bezahlbaren Hörgeräten, und es fehlt an ausgebildeten Fachkräften. Durch die Beschaffung von Hörgeräten aus Deutschland, die fachgerechte Anpassung vor Ort sowie eine kontinuierliche Betreuung wird Betroffenen neue Lebensqualität geschenkt. Die Geräte werden gegen eine geringe Gebühr abgegeben, ergänzt durch Wartung und Reparatur. Zudem konnten im Rahmen des Projekts Fachkräfte ausgebildet werden, wodurch nachhaltige Hilfe ermöglicht wird.

Die Peru-Gruppe Weil-Haltingen bringt ihren herzlichen Dank gegenüber allen zum Ausdruck, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben: den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, den großzügigen Spenderinnen und Spendern von Suppen und Kuchen sowie dem „Chor International“, der den Gottesdienst und die Veranstaltung mit seiner musikalischen Gestaltung bereichert hat.
 
So wird in dieser Partnerschaft immer wieder neu erfahrbar: Die materielle Unterstützung ist wichtig, doch ebenso bedeutend ist das, was darüber hinaus erwächst – eine lebendige Gemeinschaft im Glauben, die trägt, verbindet und bereichert.
 
Dr. M. Goldbrunner / S. Valenzuela